Mantrailing
Mantrailing (wie wir es betreiben), ist die Suche mit Hunden nach Personen (Figuranten) unter Anleitung eines Hundeführers.
Der Begriff stammt aus dem Englischen von man=Mensch und trailing=verfolgen.
Die Nase ist der am Besten entwickelte Sinn des Hundes. Der Mensch nutzt sie auch, um vermisste Personen zu finden. Beim Mantrailing orientiert sich der Hund, im Gegensatz zum "Fährtenhund" an der tatsächlichen Duftspur des Menschen, am Individualgeruch. Für einen Laien unverständlich ist es, dass diese Suche in eher aufrechter Haltung geschieht. Der Hund hat also nicht, wie bei der Fährtensuche, die Nase dicht am Boden. Die tatsächliche Duftspur des Menschen driftet z.B. durch Windeinwirkung und Sonneneinstrahlung ab, verdünnt sich an einigen Stellen und verdichtet sich dafür eher an windgeschützten Stellen.
Da beim Mantrailing die Duftmoleküle der Zielperson (Figurant) gesucht werden und nicht die Bodenverletzungen wie bei der Fährtenarbeit, kann unter Umständen eine Suche noch nach einigen Stunden, unter besten Gegebenheiten, sogar nach einigen Tagen erfolgen. Für das Mantrailing werden oft Jagdhunde eingesetzt, da diese durch Ihre genetische Veranlagung gut geeignet sind. Oftmals werden Rassen wie Bloodhound oder Schweisshunde favorisiert, doch haben sich auch Rassen wie z. B. Deutsche oder Belgische Schäferhunde, Labrador Retriever, Riesenschnauzer und weitere nicht genannte Hunderassen als Talente für die Mantrailing Konditionierung herausgestellt.
Mantrailing wird sowohl mit arbeitenden Gebrauchshunden betrieben, als auch als Sportart im Bereich des Hundesports. In der Regel messen sich allerdings bei den eher sportlichen Auseinandersetzungen Berufshundeführer und ihre Hunde miteinander.
Beim Mantrailing wird als Geruchsträger der Individualgeruch der zu suchenden Person (Figurant) verwendet. Die Qualität des Geruchsträgers ist entscheidend für den Verlauf der Suche. Mantrailer können auch innerhalb von Gebäuden und bebauten Flächen eingesetzt werden.
Im Bereich der Rettungshundearbeit werden immer mehr Mantrailer ausgebildet. Eines muss an dieser Stelle gleich richtig gestellt werden: Es gibt nur wenige Hunde, die den sehr hohen Anforderungen dieser Arbeit tatsächlich gewachsen sind. Durch den Einsatz der Mantrailer kann i. d. R. eine Hinwendungsrichtung der vermissten Person vorgegeben werden. Somit ist es möglich, die Flächensuchhunde gezielter einzusetzen und größere abzusuchende Flächen entsprechend zu durchsuchen. Das Zusammenspiel zwischen Mantrailer und Flächensuchhunden steigert die Effizienz bei der Vermisstensuche. Es werden jedoch, je nach Situation und Anforderung, auch ausschliesslich Mantrailer oder Flächensuchhunde bei der Vermisstensuche eingesetzt.
Was braucht es zum Trailen?
- - Schabracke / Brustgeschirr (oder Ähnliches, damit der Hund weiss, um welche Arbeit es sich nun handelt)
- - Longe (ca. 5 - 6 Meter lang)
- - Geruchsgegenstand (am besten über Nacht getragen, in einem Zipp-Beutel)
- - Futter und Futterbehälter (wenn möglich anderes Futter, als der Hund für andere Arbeiten schon bekommt)
- - Handschuhe (damit man keine heissen Hände bekommt, wenn man die Leine durchschleifen lässt und wieder halten muss)
- - ev. Kreide (oder sonstige Markierungsmöglichkeiten)
- - frisches Wasser für die Hunde
ebenso.... Hu
eine gute Nase
.................... und schnelle Pfoten